bilder soziale stadt rosenheim
21.07.2010

Fest von Bürgern für Bürger

Drei Feiern: 1000 kamen zu Bürgerplatzeinweihung, Stadtteilfest und 25-jährigem GRWS-Jubiläum   Gleich dreifachen Grund zum Feiern hatte die „Soziale Stadt Rosenheim“: die Einweihung des neuen Vorplatzes am Bürgerhaus „Miteinander“, verbunden mit dem Stadtteilfest in der Lessingstraße und dem 25-jährigen Jubiläum der Rosenheimer Wohnungsbau- und Sanierungsgesellschaft (GRWS), die das Konzept des Bund-Länder-Förderprogramms „Soziale Stadt“ federführend umsetzt.


Soziale Stadt, Bürgerverein „Miteinander“ und GRWS hatten gerufen und über 1000 Bürger kamen, um mitzufeiern – unter ihnen neben zahlreichen Stadträten, Mitarbeitern der Stadtverwaltung und politischen Mandatsträgern auch Rosenheim höchste Repräsentantin, Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen“, unterstrich sie in ihrer Eröffnungsrede mit Blick auf den neuen Vorplatz inmitten der von der GRWS frisch sanierten Wohnhäuser und der neu gestalteten Außenanlagen.

Die Oberbürgermeisterin charakterisierte das Einweihungsfest als einen weiteren Höhepunkt des vor zehn Jahren begonnenen Entwicklungsprozesses der „Sozialen Stadt Rosenheim“. Dass eine Wohnungsbaugesellschaft wie die GRWS aktiv ein Konzept dieser Art umsetze und soziale Verantwortung für eine Stadt übernehme, sei einmalig in Bayern, betonte Gabriele Bauer. Schon früh habe die vor 25 Jahren gegründete GRWS ihre Hauptaufgabe nicht allein darin gesehen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sondern auch die Infrastruktur und das Bild der Stadt zu verbessern. In den vergangenen Jahren habe die GRWS mehr als 500 Wohnungen modernisiert und saniert und zusätzlich neue Park- und Bürgerhäuser geschaffen, zukunftsweisende Modelle für das Einheimischenbauen oder das Generationenwohnen sowie die Bewirtschaftung von Gewerbeimmobilien entwickelt.

Die aus diesem Engagement entstandene gute Wohn- und Lebensqualität in den Stadtteilen, die von der „Sozialen Stadt“ gefördert würden, sei das Ergebnis eines großen Gemeinschaftswerkes von Bund, Land, Stadt, den hier beheimateten Institutionen und Vereinen sowie den Bürgern. Für deren Engagement bedankte sich die Oberbürgermeisterin ausdrücklich. Schließlich haben die Bewohner des Quartiers auch bei der Gestaltung des neuen Vorplatzes am Bürgerhaus „Miteinander“ aktiv mitgewirkt.

Die neue Anlage bestand ihre erste Bewährungsprobe als Bürgertreffpunkt beim Einweihungsfest mit Bravour: 35 Vereine, Organisationen und Institutionen hatten Informations- und Mitmachstände aufgebaut. Den Gästen bot sich ein buntes, lebendiges, multikulturelles Bild bürgerlichen Lebens im Stadtteil.

Vor allem Kinder und Jugendliche genossen das bunte Programm: Sie malten, bastelten und werkten, ließen sich schminken, sprangen, hüpften und liefen über einen Bewegungsparcours, lieferten sich mit Kettcars spannende Rennen und durften sogar Gold waschen. Abenteuer pur ermöglichten die Stände von THW und Bundespolizei: Stolz kletterten die Kinder sogar hinter das Steuer eines Polizeiautos und bedienten das Blaulicht. Viel zu sehen und zu bestaunen gab es auf der Bühne, wo zahlreiche Gruppen mit Tanzvorführungen – von Folklore bis Bollywood - und sportlichen Darbietungen – von Taekwando bis Fechten – begeisterten. Das Miteinander der vielen Nationen im Stadtteil symbolisierten die kulinarischen Angebote: vom deutschen Grillfleisch, Kaffee und Kuchen bis zum türkischen und bosnischen Buffet.

Toleranz und gegenseitige Achtung spiegelte auch der Festgottesdienst wider, der unter Federführung der Apostelkirche von vier Geistlichen aus vier Religionsgemeinschaften gehalten wurde – von  Pfarrer Walter Hofmeister (Katholische Pfarrgemeinde St. Michael), Pfarrer Stefan Hradetzky (evangelische Apostelkirche), Imam Sadi Alper (DITIB Moschee) und Hasan Koc (alevitische Gemeinde). Für dieses Miteinander der Religionen, Kulturen und Herkunftsländer steht auch der Bürgerverein in der Lessingstraße, dessen Vorsitzender Willi Schmid gemeinsam mit der Oberbürgermeisterin den neuen Vorplatz am Bürgerhaus seiner Bestimmung übergab.

Die GRWS nutzte den Festtag im Jahr des 25-jährigen Jubiläums, um langjährige Mieter zu ehren. Viele von ihnen engagieren sich seit Jahren für Stadtteil und Wohnanlagen. Über 100 Ehrenamtliche haben zum Gelingen des Dreifach-Festes beigetragen, das von Christian Hlatky, Leiter der drei Bürgerhäuser in der „Sozialen Stadt Rosenheim“, koordiniert wurde. „Es war ein Fest von den Bürgern für die Bürger“, bringt er die Feierlichkeiten, die am Abend bei Schlagern und Oldies von der Band „Tacos“ zu Ende gingen, auf den Punkt.